Epikur in Rom - Verlag-Blaues-Schloss

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Uni im Café 26
Rainer Nickel
Epikur in Rom“
Kartoniert: 95 Seiten, 2 Farbabbildungen,
1 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-96577-016-4
Preis: 9,90 €                  
      
  
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Den griechischen Philosophen Epikur (341-271/270 v. Chr.) als Apostel der Völlerei, als Fress- und Saufpatron aller zügellosen Genüsse, als ‚Schweinephilosoph‘, zu bezeichnen, ist abwegig. In Wirklichkeit favorisierte er eine intelligente Mäßigung und Steuerung der Leidenschaften, um den menschlichen Geist und damit auch den Körper von jeder Versklavung zu befreien. Für den kurz nach 100 v. Chr. geborenen  Römer Lukrez war Epikur ein Befreier der Menschheit von der Angst. Wie sein Lehrmeister Epikur kämpfte Lukrez  in seinem Werk De rerum natura vehement gegen die Todesfurcht und die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod. Für ihn war die epikureische Lehre von den Atomen ein Appell an den nüchternen Verstand, dessen sich der Mensch bedienen muss, um sich von seinen selbstzerstörerischen Ängsten zu befreien. In Georg Büchners Drama „Dantons Tod“ heißt es daher: „Der göttliche Epikur und die Venus mit dem schönen Hintern … müssen die Türsteher der Republik werden, damit die Revolution aufhören und die Republik anfangen kann.“ Diese Maxime ist das Leitmotiv des vorliegenden Essays.

Der Autor

Rainer Nickel, Dr. ist zur Zeit Lehrbeauftragter am Seminar für Klassische Philologie der Universität Marburg. Schon vor seiner Promotion (1970) an der Freien Universität Berlin unterrichtete er als Lehrer der alten Sprachen an verschiedenen Gymnasien. Bis zu seiner Pensionierung (2005) leitete er zwei Jahrzehnte lang als Oberstudiendirektor das Göttinger Max-Planck-Gymnasium.
Er veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur Didaktik des altsprachlichen Unterrichts und zur antiken Literatur. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Theorie und Praxis des Übersetzens und die Frage nach der Gegenwart der Antike in unserer Zeit.



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