Verlag Blaues Schloss Marburg


Das blaue Schloss


Uni im Café 22
Rainer Nickel
Von Authentizität
bis Zuverlässigkeit

Können antike Wertbegriffe
die gegenwärtige Werte-Diskussion bereichern?
Kartoniert: 113 Seiten, 1 Farbabbildung,
1 s/w Abbildung
ISBN 978-3-943556-73-5
Preis: 9,90 €



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Antike Wertbegriffe können die gegenwärtige Werte-Diskussion bereichern. Sie dürfen zwar keinen Anspruch darauf erheben, außerhalb ihres historischen Rahmens als vorbildlich oder verpflichtend zu gelten. Sie verfügen aber über ein erhebliches Anregungspotential, weil sie die Fragwürdigkeit jeder Werte- Diskussion bewusstmachen. Es dürfte nicht wertlos sein, wenn man kritisch zur Kenntnis nimmt, was Menschen in anderen historischen Epochen für wertvoll hielten, um Übereinstimmungen und Unterschiede zu erkennen und den eigenen Blick für die Schwierigkeiten im Umgang mit gegenwärtigen Wertbegriffen zu schärfen.
Man hat Wertbegriffe schon in der Antike mitunter bewusst missbraucht, um persönliche Interessen durchzusetzen, politische Ziele zu erreichen oder gar Verbrechen zu legitimieren. Diese Beobachtung ist nicht nur historisch interessant, sondern mahnt gerade heute zur Wachsamkeit gegenüber jeder mit Wertbegriffen argumentierenden Rede.
Mit den Begriffen „Authentizität“ und „Zuverlässigkeit“ werden auf der Grundlage einschlägiger Texte der antiken Literatur und Philosophie zwei damals wie heute hochaktuelle Kernbegriffe des philosophisch-politischen Denkens und Handelns thematisiert.

Rainer Nickel ist zur Zeit Lehrbeauftragter am Seminar für Klassische Philologie der Universität Marburg. Schon vor seiner Promotion (1970) an der Freien Universität Berlin unterrichtete er als Lehrer der alten Sprachen an verschiedenen Gymnasien. Bis zu seiner Pensionierung (2005) leitete er zwei Jahrzehnte lang als Oberstudiendirektor das Göttinger Max-Planck-Gymnasium.
Er veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur Didaktik des altsprachlichen Unterrichts und zur antiken Literatur. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Theorie und Praxis des Übersetzens und die Frage nach der Gegenwart der Antike in unserer Zeit.

 

 

 



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Uni im Café 20
Rainer Nickel
Das einfache Leben
Diogenes in der Tonne

Kartoniert: 108 Seiten
8 s/w Seiten,
2 Farbabbildungen
ISBN 978-3-943556-63-6
9,90 €

Diogenes ist einer der bekanntesten philosophischen Lebenskünstler des vierten vorchristlichen Jahrhunderts. Er war ein Zeitgenosse Platons, den er immer wieder herauszufordern und anzugreifen versuchte. Was wir von diesem Mann und seinen Vorstellungen wissen, verdanken wir späteren Autoren. Von seinen eigenen Werken ist nichts erhalten. Sein abenteuerliches Leben und seine radikalen Ideen, die die Welt auf den Kopf zu stellen versuchten, lösten zahlreiche Anekdoten aus, die bis auf den heutigen Tag faszinieren. Sie erzählen unter anderem von dem Mut, den er im Umgang mit den Mächtigen seiner Zeit bewies. Er beeindruckte sogar Alexander d. Großen, in dessen Schatten er aber nicht leben wollte.
Diogenes experimentierte mit alternativen Lebensformen, die die Phantasie auch des modernen Menschen anregen. Die Botschaft aus der Tonne lautet: Das „einfache Leben“ des Diogenes ist möglich und in Zukunft vielleicht sogar notwendig, aber alles andere als einfach.

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